Checkliste zur Altbausanierung - Darauf sollten Sie achten

Sie haben vor einen Altbau zu sanieren? Worauf Sie bei der Sanierung und Renovierung achten sollten, lesen Sie hier. Denn Sanierungen und Renovierungen brauchen einen guten Plan. Wer sich im Vorfeld ausreichend Zeit dafür nimmt, ist klar im Vorteil – auch wenn es um die Auswahl zukunftsfähiger Heiz- und Kühlsysteme geht. 

Was zählt als Altbau?

Als Altbau werden in Österreich rein rechtlich Gebäude bezeichnet, deren Baubewilligung vor dem 30.6.1953 erteilt wurde. Typische Altbauten in Österreich sind die so genannten Gründerzeithäuser, die vor allem in Städten zu finden sind. Aber auch im ländlichen Raum gibt es Altbauten. Denn ganz grundsätzlich spricht man von Altbauten je nach Beschaffenheit eines Gebäudes – das umfasst etwa bestimmte Bauweisen bei Mauern, Decken oder Baustile.  

Das bedeutet, dass auch Gebäude, die in den 1960er, 1970er oder 1980er Jahren gebaut wurden, als Altbau bezeichnet werden können, wenn sie typische Bauweisen aufweisen. Im Gegensatz zum Neubau verfügen Altbauten häufig über andere Raumaufteilungen sowie aufgrund schlecht isolierter Bauten und veralteter Infrastruktur hohe Nebenkosten, wie etwa Heizkosten. Das sind auch die häufigsten Gründe, um einen Altbau zu sanieren.  

Als Altbausanierung werden im Allgemeinen Sanierungen verstanden, die in Bestandsbauten durchgeführt werden. Das bedeutet, dass vorhandene Strukturen umgebaut oder so angepasst werden, dass sie modernen Standards hinsichtlich der Ästhetik, des Wohnkomforts, der Technik und der Energieeffizienz entsprechen. 

Woran Sie bei einer Altbausanierung denken sollten

Einen Altbau zu sanieren ist ein großes Projekt, das schnell überfordernd erscheinen kann. Um nicht im Chaos zu versinken, empfiehlt es sich, sich zunächst einen guten Überblick über anstehende Sanierungsschritte zu verschaffen.  

Bei einer Sanierung heißt das im Konkreten, einen Überblick über den Sanierungsbedarf und über anstehende Arbeiten zu erhalten und – vor allem – zu wissen, wann welche Schritte anstehen und was es dafür auch bereits im Vorfeld braucht. Helfen kann dabei ein ausgeklügelter Bau- und Zeitplan, der eine genaue Ausführung über die einzelnen Arbeitsschritte und deren Verkettungen enthält. Wichtig hierbei: Wählen Sie vertrauensvolle und verlässliche Partner aus, wenn Sie Ihren Altbau sanieren möchten!

Wenn Sie einen Altbau sanieren möchten, ist es ratsam im Vorfeld außerdem einen fachkundigen Experten, wie einen Bauchsachverständigen, zurate zu ziehen. Dieser kann Sie beraten, was alles saniert werden muss. Das erspart unangenehme Überraschungen während der Sanierungsphase.  

Was muss saniert werden?

Bei einer Altbausanierung müssen viele Aufgaben erledigt werden. Daher ist es entscheidend, die Sanierungsmaßnahmen aufeinander abzustimmen und die richtige Reihenfolge der Schritte zu wählen.  Zunächst ist es aber wichtig, zu verstehen, was genau saniert werden muss. Dabei kann es helfen, anhand einer persönlichen Checkliste alle wichtigen Punkte abzuarbeiten, um zu sehen, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind.

Ein wichtiger Punkt auf der Checkliste ist der Zustand der Fassade. Muss diese komplett saniert und erneuert werden oder genügt es, diese neu zu streichen? Bei der Fassadensanierung kann außerdem gleich auch die thermische Sanierung mitgedacht werden. Denn auf der Prioritätenliste ganz oben sollten die thermische Sanierung sowie die Sanierung der Heizung stehen.  

Die thermische Sanierung umfasst alle notwendigen Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken. Gerade in Zeiten von hohen Heiz- und Stromkosten ist das ein besonders wichtiger Schritt, wenn Sie einen Altbau sanieren möchten. Wesentliche Maßnahmen umfassen dabei die Dämmung aller Außenwände sowie des Daches, der etwaige Tausch von Türen und Fenstern sowie natürlich die Installierung einer energieeffizienten und im besten Fall außerdem ökologisch-nachhaltigen Heizung. 
In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, sich auch über die mögliche Installierung einer Kühlung zu informieren. In Zeiten von immer wärmer werdenden Sommern ein absolutes Zukunftsthema. Es gibt hierfür auch Systeme, die sowohl heizen als auch kühlen können, und so – egal ob zu kalten oder warmen Jahreszeiten – für angenehme Temperaturen im Altbau sorgen.  

Flächenheiz- und Kühlsysteme

Hand in Hand damit geht auch der Check, ob das Dach bzw. der Dachstuhl intakt ist oder ob hier Renovierungsschritte gesetzt werden müssen. Das kann neben neuen Ziegeln eben auch das Anbringen einer für die Energieeffizienz wichtigen Dämmung umfassen. Von ganz oben im Dach sollte man im Zuge eines Sanierungsvorhabens auch nach ganz unten in den Keller blicken. In welchem Zustand sind die Mauern und die Kellerdecke? Braucht es hier eine Trockenlegung oder Dämmung?

Wer einen Altbau saniert und damit die Energieeffizienz verbessert, sollte zuerst die Dämmung – vom Keller bis zum Dach – und anschließend die Heizung in Angriff nehmen. Diese Reihenfolge ist deswegen sinnvoll, weil man so bei der Auswahl einer zukunftsfitten Heizung gleich auf den durch die Dämmung erzielten verringerten Energiebedarf eingehen kann.  

Neben der Analyse von Außen- und Innenwänden, des Dachs und des Kellers sowie der Heizung, ist es ratsam auch die Situation der Elektroinstallationen zu überprüfen. So kann es notwendig werden, im Zuge einer Altbausanierung auch die gesamten Elektronistallationen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Zu guter Letzt sollte vor einem Sanierungsvorhaben auch noch der Zustand der Sanitäranlagen begutachtet werden. So kann auch dieser Bereich in die Planung der Altbausanierung vorab mitaufgenommen werden. 

Planung macht den Unterschied

Planung ist nicht nur das halbe Leben, sondern ganz entscheidend für den gesamten Verlauf der Sanierung eines Altbaus. Tausend kleine und große Schritte müssen überlegt, koordiniert und ausgeführt werden. Dabei ist auch das richtige Timing entscheidend. Schließlich sollen sich weder Handwerker gegenseitig im Weg stehen, noch sollte es zu unnötigen Stehzeiten aufgrund von Lieferverzögerungen von Materialien oder Produkten kommen.  

Außerdem sollten Sie eine gut informierte Entscheidung über die Wahl der richtigen Partner für Ihre Altbausanierung treffen können. Hohe Qualität und gute Beratung sollten hier ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Denn letztendlich stecken auch Sie als Bauherr viel Zeit, Geld und vielleicht auch Nerven in die Sanierung Ihres Altbaus.  

Planen Sie also ausreichend Zeit für die Planungsphase ein – Sie werden es sich später danken! Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über alle anstehenden Sanierungsarbeiten und holen Sie unterschiedliche Angebote ein. Gehen Sie anschließend in die Detailplanung Ihres Sanierungsvorhabens. Was dabei wichtig ist: Wählen Sie Partner aus, mit denen Sie sich wirklich wohlfühlen. 

Heizungssanierung – Wichtige Vorteile und Nachteile

Einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Aspekt, wenn Sie einen Altbau sanieren, ist die Auswahl einer zukunftsfähigen Heizung. In Zeiten von Klimawandel und Energiekrisen gilt es heute mehr denn je sich Gedanken über die optimale, nachhaltige Heizung – und auch Kühlung – zu machen. Denn nicht nur wohlige Wärme in der kalten Jahreszeit, sondern auch angenehme Kühle in den heißen Sommermonaten, tragen entscheidend zu Ihrem persönlichen Wohnkomfort bei.

Die Vorteile der Heizungssanierungen liegen klar auf der Hand. Mit einer modernen Heizung können Sie Ihre Energiekosten stark reduzieren. Das bedeutet, dass sie die Investition in eine zukunftsfitte Heizung im Rahmen einer Altbausanierung in wenigen Jahren amortisiert haben.  

Wenn Sie sich für eine ökologische und nachhaltige Heizung (und Kühlung) entscheiden, reduzieren Sie außerdem Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck deutlich. Zudem sind Sie so unabhängig von explodierenden Kosten für fossile Brennstoffe. Sie verbessern damit nicht nur Ihr Wohlfühlen und das Raumklima, sondern steigern auch den Wert Ihrer Immobilie.  

Die Nachteile der Heizungssanierung sind im Vergleich zu den Vorteilen deutlich weniger gewichtig. Anfänglich hohe Investitionskosten rechnen sich nach nur wenigen Jahren wieder. Technisch komplexe Heizsysteme bergen das Risiko einer fehlerhaften Ausführung, durch die Auswahl des richtigen Partners mit jahrelanger Erfahrung minimieren Sie aber auch hier das Risiko. Einzig und allein die zeitweise Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Baustelle kann Ihnen auch der beste Profi leider nicht nehmen.  

Kosten und Förderungen

Wenn Sie einen Altbau sanieren, stellt sich natürlich auch die Frage nach den Kosten und ob die Investitionen vielleicht auch über entsprechende Förderungen zumindest teilweise abgedeckt werden können.

Bei einem Altbau mit Sanierungsbedarf ist im Vorfeld nicht immer komplett abschätzbar, welche Kosten auf Sie zukommen können. Denn hinter jeder Tür könnte sich zusätzlicher Sanierungsbedarf befinden – umso wichtiger, dass Sie im Vorfeld bereits in der Planungsphase eine möglichst umfassende Analyse der anzustehenden Sanierungsarbeiten von einem Experten durchführen lassen. So können Sie bei der Sanierung ein böses Erwachen vermeiden.

Gehen Sie am besten die einzelnen Kostenpunkte Ihres Sanierungsvorhabens Schritt für Schritt durch und informieren Sie sich nicht nur über kurzfristige Kosten, sondern auch darüber, welche langfristigen Vorteile eine Sanierungsinvestition bringen kann. Im Zuge der thermischen Sanierung inklusive neuer Heizung amortisieren sich in der Regel die Kosten innerhalb weniger Jahren.  

Der Austausch der Heizung ist eine sehr gute Möglichkeit, Kosten einzusparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Welche Heizung Sie auswählen, hängt von Ihrem Sanierungsvorhaben ab. Besonders empfehlenswert sind gerade für die Altbausanierungen Flächenheizungen. Die Kosten hierfür sind zwar anfänglich höher als für konventionelle Heizungen. Doch auch hier sparen Sie massiv Kosten ein, wenn Sie langfristig denken.  
Planen Sie ohnehin bereits mit einer mittlerweile für nahezu jede Sanierung standardmäßigen Fußbodenheizung, sind die Kosten, um weitere Flächen – wie Wand und Decke – zu bespielen, gering. Eine Flächenheizung ist dann besonders effizient, wenn möglichst viele Flächen für die Heizung bzw. Kühlung genutzt werden können.  

Nutzen Sie also zusätzlich zum Fußboden auch die Wände und Decken für Ihre neue Heizung. Das ist nicht nur effizienter, sondern auch langfristig günstiger. Für die Installation eines solchen Flächenheiz- und -kühlsystems werden keine zusätzlichen Handwerker auf der Baustelle benötigt. Der Installateur kann das Komplettsystem als einen Arbeitsschritt durchführen. Auch zusätzliche Verteiler sind nicht notwendig.  

Zu unseren Flächenheiz- und Kühlsystemen

Wer also besonders smart sanieren möchte, wählt ein System, das sowohl heizen als auch kühlen kann. So fallen auch keine weiteren Kosten für die Installation einer teuren Klimaanlage an. Die anfänglichen Mehrkosten für Flächenheiz- und -kühlsysteme lohnen sich also sehr schnell und Sie können ebenso schnell maximale Behaglichkeit zu jeder Jahreszeit erreichen.  

Wer vor hat einen Altbau zu sanieren ist gut beraten, sich bereits vorab über mögliche finanzielle Förderungen zu informieren. In Österreich gibt es gerade für die Sanierung sowie erneuerbare Energien eine Reihe an entsprechenden Fördermitteln. Denn schließlich kann es klimafreundlicher sein, einen Altbau zu sanieren als einen Neubau zu errichten. Da sich die Förderungen von Bundesland zu Bundesland und von Sanierungsvorhaben zu Sanierungsvorhaben unterscheiden, empfiehlt es sich, sich von Experten beraten zu lassen. 

Sanierung bei Denkmalschutz

Wenn Ihr Altbau unter Denkmalschutz steht, gilt es zusätzliche rechtliche und bauliche Maßnahmen mitzubedenken – sowohl für die Planung als auch die Umsetzung. Möglicherweise sind Sie aufgrund des Denkmalschutzes in Ihrem Sanierungsvorhaben eingeschränkt. Auch hier empfiehlt es sich, mit Experten und schließlich mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden abzustimmen. 

Mehr zum Thema Nachrüsten unter Denkmalschutz erfahren

Obwohl die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude einen Mehraufwand bedeuten kann, lohnt es sich dennoch. Denn die Wohnqualität in einem einzigartigen Altbau unter Denkmalschutz kann sich so deutlich steigern. Daher ist die thermische und energetische Sanierung, insbesondere einer neuen Heizung, hier von großer Wichtigkeit.

Altbausanierung: Ganzheitlich an die Zukunft denken

Die Sanierung eines Altbaus ist aufwendig. Mit den richtigen Partnern an Ihrer Seite aber sehr lohnend! Ob optische oder thermische Sanierungsschritte, neue Dämmung, neue Fenster und Türen oder der Installierung eines neuen Heizsystems – denken Sie bei einer umfassenden Sanierung all diese Dinge auch gemeinsam und ganzheitlich. Auch wenn es im ersten Moment kostspielig sein kann, einen Altbau zu sanieren, so rechnen sich die Investitionen in nachhaltige und zukunftsfähige Maßnahmen langfristig sehr schnell!