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Heizen und kühlen gleichzeitig mit einem Gerät

Die Sommer werden heißer und die Hitzeperioden länger. Eine Raumkühlung wird auch in unseren Breitengraden immer wichtiger. Die Nachfrage nach einem Gerät, das sowohl heizen als auch kühlen kann, steigt von Jahr zu Jahr.

Eine Heizung sorgt dafür, dass die Temperaturen im Winter in den Räumen angenehm behaglich sind. Mit dem richtigen Energieerzeuger, beispielsweise einer Wärmepumpe oder einem Kaltwassersatz, kann eine Heizung im Sommer mit einem Klick auch zum Kühlen benutzt werden. Wer über die die Wand oder Decke im Winter heizt, kann im Sommer mit demselben System die Räume fein kühlen.

Heizung und Kühlung in einem Gerät – wie funktioniert das?

Die Modul-Wandheizung und -kühlung von Variotherm lässt sich auch nachträglich rasch und einfach verbauen. Auch für die Altbau-Sanierung geeignet.
Mit der Wand- & Deckenheizung im Sommer kühlen

Im Winter fließt warmes Wasser durch die Heizungsrohre, die Wand- oder Deckenoberfläche erwärmt sich und gibt die Wärme in Form von Strahlungswärme ab. Im Sommer fließt 16-20 °C kaltes Wasser durch die Rohre und schon kühlt die Flächenheizung die Zimmer. Da diese mittels Strahlungsaustausch arbeitet, gibt es keine Zugluft oder Geräusche. Somit kann sie auch nachts laufen. 

Wand- und Deckenkühlungen arbeiten sehr energiesparend und sparen im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen bis zu 30 % Energiekosten. 

Das Extra: Die Wand wird nicht durch eine störende Klimaanlage verstellt.

Über die Fußbodenheizung kann nur unterstützend gekühlt werden. Die Kühlung über den Boden stößt bei hohen Wärmebelastungen jedoch an ihre Grenzen. Da wir mit dieser Fläche direkt in Berührung sind, ist die Oberflächentemperatur limitiert. Ist der Boden zu kühl, fühlen wir uns unwohl.

Kann die Flächenkühlung auch nachträglich eingebaut werden?

Eine Wand- und Deckenkühlung kann nachträglich eingebaut werden. Bei Altbauten können die Trockenbausysteme auch in der Sanierung eingesetzt werden. In einem Bestandsgebäude sind die ModulPlatten rasch verbaut. Die flexiblen Plattengrößen passen sich auch einem Dachgeschoß-Ausbau perfekt an. 

Vor- und Nachteile einer Flächenheizung und -kühlung

  • Die Heizung und Kühlung ist unsichtbar in der Wand oder Decke verbaut
  • Frei von Zugluft – wirbelt keinen Staub auf
  • Geräuschlos – kann auch nachts laufen
  • Temperatur kann in jedem Raum einzeln geregelt werden
  • Alternative Energiequellen wie Wärmepumpe, Solar, Biomasse können eingesetzt werden
  • Sparen bis zu 30 % Energiekosten
  • Wartungsfrei
  • Die beheizte oder gekühlte Wand sollte nicht wahllos mit Möbeln verstellt werden, die Wärme- und Kühlleistung wird dadurch beeinträchtigt. Dennoch bietet sie viele Freiheiten in der Innenraumgestaltung. Und: Es gibt keinen störenden Heizkörper oder Klimageräte.
  • Bilderaufhängen ist kein Thema, dennoch muss man dabei vorsichtig vorgehen und die Alu-Mehrschicht-Verbundrohre mit dem Rohrsuchgerät oder mit der Thermofolie vorher orten.
  • Vergleicht man die Anschaffungskosten mit einem Heizkörper oder einer Klimaanlage, sind die Kosten für eine wassergeführte Flächenheizung und -kühlung höher. Im laufenden Betrieb liegen die Energiekosten jedoch deutlich unter den Betriebskosten für eine Heizung und Kühlung. Mit einer Flächenheizung spart man bis zu 25 % Heizkosten und mit einer Flächenkühlung sogar bis zu 30 % Energiekosten. Somit amortisiert sich die Flächenheizung und -kühlung innerhalb weniger Jahre.

Die wichtigsten Fragen kurz zusammengefasst

Welche Heizungen können auch kühlen?

Wer im Winter über Wand oder Decke heizt, kann im Sommer über dasselbe System auch kühlen. Über den Fußboden empfehlen wir nur eine unterstützende Kühlung, sprich Ankühlung. Eine Wand- oder Deckenheizung/Kühlung kann auch nachträglich im Trockenbau installiert werden. Hier erfahren Sie mehr, wie Sie über Wand und Decke heizen und kühlen können. 

Welche Klimatisierung ist besonders energieschonend?

Wer über Decke oder Wand kühlt, spart bis zu 30 % Energiekosten. Denn der Mensch fühlt sich durch den Strahlungsaustausch bereits bei ca. 25 °C Raumtemperatur wohl. Im Vergleich dazu: Kühlt man mit einer Klimaanlage, muss der Raum auf etwa 23 °C runtergekühlt werden, um dasselbe Wohlbefinden zu erreichen. Pro Grad spart man etwa 10 % der laufenden Kosten. Mehr dazu finden Sie hier. 

Kann eine Fußbodenheizung auch kühlen?

Mit einer wassergeführten Fußbodenheizung kann im Sommer auch unterstützend gekühlt werden. Die Kühlung über den Boden stößt bei hohen Wärmebelastungen jedoch an ihre Grenzen. Da wir mit dieser Fläche direkt in Berührung sind, ist die Oberflächentemperatur eingeschränkt. Ist der Boden zu kühl, fühlen wir uns unwohl. Weitere Infos zur Ankühlung über den Boden finden Sie hier.

Wie halte ich die Wohnung oder das Haus im Sommer am besten kühl?

Sie können Ihr Zuhause im Sommer auch ganz ohne Klimaanlage und Ventilator kühlen. Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengefasst:

  1. Mit nassen Handtüchern kühl halten
  2. Fenster schließen
  3. Räume abdunkeln
  4. Elektrogeräte abschalten
  5. Grünpflanzen in die Wohnung holen

Noch mehr Tipps für einen angenehmen Sommer in den eigenen vier Wänden finden Sie hier.